Durst des Herrn

Durst des Herrn

Prolog

Der Abend legte sich über Grünbach wie eine warme Decke, die allen Bewohnern Frieden brachte. Allen außer Amara. Die Neunzehnjährige kauerte auf der wackeligen Holzpritsche, die Finger in den Saum ihrer Bluse gekrallt, die an der Brust immer enger zu werden schien. Ein pochender Schmerz pulsierte dort, als dränge etwas aus ihrem Inneren nach draußen.

Seit einem Monat durchlief Amaras Körper eine verstörende Verwandlung. Obwohl sie unberührt war und noch nie einem Mann nahe gewesen, produzierten ihre Brustdrüsen unablässig Milch. Jeden Morgen musste sie heimlich die durchnässten Tücher wechseln, die sie um ihre Brust gewickelt trug. Sie fühlte sich wie eine Anomalie — ein medizinisches Geheimnis, das sie um jeden Preis vor den Dorfbewohnern verborgen hielt.

Doch der körperliche Schmerz war nichts gegen das, was sie empfand, wenn ihre Mutter Renate in der Küche weinte. Die Schulden ihres verstorbenen Vaters hatten sich aufgetürmt, und die Geldeintreiber kamen inzwischen mit offenen Drohungen. Amara beobachtete ihre jüngeren Geschwister Leni und Tim, die sich einen einzigen Teller Maisbrei teilten, ohne Beilage, ohne alles. Bei diesem Anblick zerbrach ihr das Herz.

„Mama, ich fahre morgen in die Stadt", sagte sie mit bebender, aber fester Stimme. Sie wusste, dass ihre unschuldige Schönheit und ihr reifer Körper ihr im Dorf zur Last fallen konnten — doch in der Großstadt hoffte sie, beides in ehrliche Arbeit umzumünzen.

Die Reise in die Hauptstadt zog sich wie ein endloser Albtraum. Amara saß eingekeilt im überfüllten Fernbus, den Rucksack an die Brust gedrückt. Draußen glitten grüne Felder vorbei, wichen Fabrikgeländen und verwandelten sich schließlich in eine Skyline aus Glas und Stahl, die sich mit kalter Arroganz in den Himmel reckte. Die Stadt empfing sie mit drückender Hitze und einem Lärm, der ihr die Luft abschnürte.

Als sie vor der imposanten Villa im Diplomatenviertel stand, fühlte Amara sich winzig. Das Gebäude war so gewaltig, als könnte es sie mit einem Bissen verschlingen. Hier traf sie auf Arlan Winterberg — einen Mann, der alles besaß außer Glück. Arlan war kalt, sein Blick hart wie Stahl, sein Herz zu Stein geworden, seit seine Frau ihn für einen anderen verlassen hatte.

In dem prachtvollen Haus herrschte eine beklemmende Atmosphäre. Das Schreien des drei Monate alten Kenzo hallte durch jeden Korridor. Der kleine Junge war das Opfer des Verrats seiner eigenen Mutter. Er verweigerte jede Säuglingsnahrung, die man ihm anbot — er sehnte sich nach menschlicher Wärme, nicht nach dem sterilen Plastik einer Flasche. Arlan, der mit ansehen musste, wie sein Sohn litt, stand kurz davor, den Verstand zu verlieren.

Als Amara zum ersten Mal das Kinderzimmer betrat, geschah etwas Seltsames. Ihre Brust zog sich schmerzhaft zusammen. Der typische Babyduft löste eine heftige hormonelle Reaktion in ihr aus — ihre Brüste wurden schwer und prall, als erkenne ihr Körper instinktiv, was dieses Kind brauchte. Eine urtümliche Verbindung knüpfte sich zwischen dem jungfräulichen Mädchen vom Land und dem Säugling, der nach mütterlicher Nähe dürstete.

Amara wusste, dass sie an der Schwelle einer gefährlichen Entscheidung stand. Wenn sie Kenzo gab, was sie besaß, würde sie dem Baby vielleicht das Leben retten — sich aber auch in ein undurchschaubares Geflecht mit Arlan verstricken. Mit dem verwundeten Arlan, dem zornigen Arlan, dem Arlan, der sie mit einer Mischung aus Misstrauen und unbewusster Faszination musterte.

Was in dieser Villa heranwachsen würde, war mehr als bloße Berührung. Es war die Kollision zweier Gegenpole: Amara, das Leben selbst, klar und rein — und Arlan, eine dunkle Leere. Inmitten des einsamen Luxus würde Amaras süßes Geheimnis zur Brücke werden zwischen ihnen. Und zum Abgrund.

Jetzt stand Amara vor der Tür des Kinderzimmers, bereit, ihrem Schicksal entgegenzutreten. Sie war nicht gekommen, um Windeln zu wechseln oder eine Wiege zu schaukeln. Sie kam als Quelle des Lebens. Sie kam, um Kenzos Durst zu stillen — und ohne es zu ahnen, auch die Leere im Herzen des Hausherrn, der längst aufgehört hatte zu fühlen.

Dies war der Anfang einer langen Reise. Die Geschichte eines Mädchens, das sich aus Hingabe an ihre Familie in einen Strudel der Leidenschaft ziehen ließ. Unter den Kristalllüstern der Villa Winterberg würde bald der erste Tropfen fallen und das Leben von Amara, Kenzo und Arlan für immer verändern. Die Reise hatte gerade erst begonnen.

Episoden
1 Prolog
2 Kapitel 1: Fahrkarte in die Hoffnung
3 Kapitel 2: Begegnung unter Tränen
4 Kapitel 3: Verdächtige Stille
5 Kapitel 4: Das Geheimnis in der Dämmerung
6 Kapitel 5: Ertappt
7 Kapitel 6: Was nun?
8 Kapitel 7: Der Pakt hinter verschlossener Tür
9 Kapitel 8: Das Zimmer hinter der verborgenen Tür
10 Kapitel 9: Durst des Herrn
11 Kapitel 10: Im Netz des Herrn
12 Kapitel 11: Brennende Berührung
13 Kapitel 12: Spuren, die zurückbleiben
14 Kapitel 13: Die Priorität des Herrn
15 Kapitel 14: Die erste Lektion des Herrn
16 Kapitel 15: Versuchung um Mitternacht
17 Kapitel 16: Das Festmahl auf Marmor
18 Kapitel 17: Ritual hinter verschlossener Tür
19 Kapitel 18: Reibung, die verbrennt
20 Kapitel 19: Unerledigte Geschäfte
21 Kapitel 20: Gehorsam der persönlichen Dienerin
22 Kapitel 21: Die Vereinigung des Herrn
23 Kapitel 22: Eigentum des Herrn
24 Kapitel 23: Brandspuren
25 Kapitel 24: Milch für den Sohn, Genuss für den Herrn
26 Kapitel 25: In Kenzos Zimmer
27 Kapitel 26: Nur ein Ventil?
28 Kapitel 27: Reste von Wut und Reue
29 Kapitel 28: Gipfel der Hingabe im Bett des Herrn
30 Kapitel 29: Lust über den Wolken
31 Kapitel 30: Erster Schnee in London
32 Kapitel 31: Gipfel der Lust hinter Londons Glas
33 Kapitel 32: Grenzenlose Herrschaft
34 Kapitel 33
35 Kapitel 34: Die andere Seite des Herrn
36 Kapitel 35: Die unerwünschte Begegnung
37 Kapitel 36: Die Ankunft der Ex
38 Kapitel 37: Arlans Verteidigung
39 Kapitel 38: Arlans Eltern
40 Kapitel 39: Heiraten?
41 Kapitel 40: Der Blankoscheck
42 Kapitel 41: Die Falle und das Verschwinden des Kindermädchens
43 Kapitel 42: Der Zorn des Herrn
44 Kapitel 43
45 Kapitel 44: Nenn mich Schatz
46 Kapitel 45: Flitterwochen
47 Kapitel 46: Ich wünschte, es wäre immer so
48 Kapitel 47: Gift???
49 Kapitel 48: Nicht gut genug
50 Kapitel 49: Falsches Lächeln
51 Kapitel 50: Die Anbetung des Ehemanns
52 Kapitel 51: Umziehen wollen
53 Kapitel 52: Raus aus der Villa
54 Kapitel 53: Umzug ins Apartment
55 Kapitel 54: Der erste Tag im Apartment
56 Kapitel 55: Schlicht und vollkommen
57 Kapitel 56: Lunchpaket der Liebe
58 Kapitel 57: Mittagessen???
59 Kapitel 58: Liebe machen im Büro
60 Kapitel 59: Restlust und eine kleine Störung
61 Kapitel 60: Ein feuchter Morgen im Penthouse
62 Kapitel 61: Die Wahrheit kommt ans Licht
63 Kapitel 62: Nein, Amara!!!
64 Kapitel 63: Rückblende
65 Kapitel 64: Unerwarteter Verlust
66 Kapitel 65: Die verborgene Wunde
67 Kapitel 66: Gefängnis ohne Gitter
68 Kapitel 67: Genesung
69 Kapitel 68: Reste der Reue
70 Kapitel 69: Enthüllt
71 Kapitel 70: Das namenlose Grab und die verblassende Rache
72 Kapitel 71: Kleine Feier und geduldiges Warten
73 Kapitel 72: Ein Gast aus der Vergangenheit
74 Kapitel 73: Massage mit Extras
75 Kapitel 74: Schwanger
76 Kapitel 75: Echos des Wahnsinns und die Festung der Liebe
77 Kapitel 76: Überbeschützend
78 Kapitel 77: Erste Schritte
79 Kapitel 78: Kommandozentrale im Schlafzimmer
80 Kapitel 79: Warten auf die Morgendämmerung
81 Kapitel 80: Happy End
Episoden

81 Episoden aktualisiert

1
Prolog
2
Kapitel 1: Fahrkarte in die Hoffnung
3
Kapitel 2: Begegnung unter Tränen
4
Kapitel 3: Verdächtige Stille
5
Kapitel 4: Das Geheimnis in der Dämmerung
6
Kapitel 5: Ertappt
7
Kapitel 6: Was nun?
8
Kapitel 7: Der Pakt hinter verschlossener Tür
9
Kapitel 8: Das Zimmer hinter der verborgenen Tür
10
Kapitel 9: Durst des Herrn
11
Kapitel 10: Im Netz des Herrn
12
Kapitel 11: Brennende Berührung
13
Kapitel 12: Spuren, die zurückbleiben
14
Kapitel 13: Die Priorität des Herrn
15
Kapitel 14: Die erste Lektion des Herrn
16
Kapitel 15: Versuchung um Mitternacht
17
Kapitel 16: Das Festmahl auf Marmor
18
Kapitel 17: Ritual hinter verschlossener Tür
19
Kapitel 18: Reibung, die verbrennt
20
Kapitel 19: Unerledigte Geschäfte
21
Kapitel 20: Gehorsam der persönlichen Dienerin
22
Kapitel 21: Die Vereinigung des Herrn
23
Kapitel 22: Eigentum des Herrn
24
Kapitel 23: Brandspuren
25
Kapitel 24: Milch für den Sohn, Genuss für den Herrn
26
Kapitel 25: In Kenzos Zimmer
27
Kapitel 26: Nur ein Ventil?
28
Kapitel 27: Reste von Wut und Reue
29
Kapitel 28: Gipfel der Hingabe im Bett des Herrn
30
Kapitel 29: Lust über den Wolken
31
Kapitel 30: Erster Schnee in London
32
Kapitel 31: Gipfel der Lust hinter Londons Glas
33
Kapitel 32: Grenzenlose Herrschaft
34
Kapitel 33
35
Kapitel 34: Die andere Seite des Herrn
36
Kapitel 35: Die unerwünschte Begegnung
37
Kapitel 36: Die Ankunft der Ex
38
Kapitel 37: Arlans Verteidigung
39
Kapitel 38: Arlans Eltern
40
Kapitel 39: Heiraten?
41
Kapitel 40: Der Blankoscheck
42
Kapitel 41: Die Falle und das Verschwinden des Kindermädchens
43
Kapitel 42: Der Zorn des Herrn
44
Kapitel 43
45
Kapitel 44: Nenn mich Schatz
46
Kapitel 45: Flitterwochen
47
Kapitel 46: Ich wünschte, es wäre immer so
48
Kapitel 47: Gift???
49
Kapitel 48: Nicht gut genug
50
Kapitel 49: Falsches Lächeln
51
Kapitel 50: Die Anbetung des Ehemanns
52
Kapitel 51: Umziehen wollen
53
Kapitel 52: Raus aus der Villa
54
Kapitel 53: Umzug ins Apartment
55
Kapitel 54: Der erste Tag im Apartment
56
Kapitel 55: Schlicht und vollkommen
57
Kapitel 56: Lunchpaket der Liebe
58
Kapitel 57: Mittagessen???
59
Kapitel 58: Liebe machen im Büro
60
Kapitel 59: Restlust und eine kleine Störung
61
Kapitel 60: Ein feuchter Morgen im Penthouse
62
Kapitel 61: Die Wahrheit kommt ans Licht
63
Kapitel 62: Nein, Amara!!!
64
Kapitel 63: Rückblende
65
Kapitel 64: Unerwarteter Verlust
66
Kapitel 65: Die verborgene Wunde
67
Kapitel 66: Gefängnis ohne Gitter
68
Kapitel 67: Genesung
69
Kapitel 68: Reste der Reue
70
Kapitel 69: Enthüllt
71
Kapitel 70: Das namenlose Grab und die verblassende Rache
72
Kapitel 71: Kleine Feier und geduldiges Warten
73
Kapitel 72: Ein Gast aus der Vergangenheit
74
Kapitel 73: Massage mit Extras
75
Kapitel 74: Schwanger
76
Kapitel 75: Echos des Wahnsinns und die Festung der Liebe
77
Kapitel 76: Überbeschützend
78
Kapitel 77: Erste Schritte
79
Kapitel 78: Kommandozentrale im Schlafzimmer
80
Kapitel 79: Warten auf die Morgendämmerung
81
Kapitel 80: Happy End

Herunterladen

Gefällt Ihnen diese Geschichte? Laden Sie die App herunter, um Ihren Leseverlauf zu speichern.
Herunterladen

Bonus

Neue Benutzer, die die APP herunterladen, können 10 Episoden kostenlos lesen

Erhalten
NovelToon
Betreten Sie eine andere WELT!
Laden Sie die MangaToon APP im App Store und Google Play herunter