Das Morgenlicht schlich sich schüchtern hinter dem leicht zurückgeschlagenen Seidenvorhang hervor und beleuchtete das schöne Durcheinander auf dem King-Size-Bett. Arlan schlief noch tief und fest, sein sonst so entschlossenes Gesicht entspannt mit einem leisen Lächeln, das noch von der Befriedigung der letzten Nacht zeugte. Sein athletischer Körper war nur halb von der zerwühlten Decke bedeckt, und der Duft des ätherischen Öls vom Vorabend lag noch schwach in der Luft.
Doch die Stille zerbrach, als seine Ohren einen vertrauten Laut aus Richtung des Badezimmers auffingen.
„Uuueekk ... hoeekk!"
Arlan schreckte auf. In einem Augenblick sammelte sich sein Bewusstsein. Ohne Zeit mit der Suche nach Kleidung zu verschwenden, schnappte er sich nur seinen Seidenbademantel und rannte zum Badezimmer. Dort fand er Amara kraftlos vor der Toilette knien, ihr Gesicht kreideweiß, ihr Körper zitterte heftig unter krampfartigen Magenkontraktionen.
„Amara! Schatz, was ist los?" rief Arlan aufgeschreckt.
Er kniete sofort hinter ihr nieder und stützte Amaras Körper, damit sie nicht auf dem kalten Marmorboden zusammenbrach. Mit der linken Hand strich er das lange Haar aus ihrem Gesicht, während die rechte sanft und gleichmäßig kreisend ihren Nacken massierte.
„Atme, Schatz ... ganz langsam", flüsterte Arlan ängstlich. Sein Herz krampfte sich zusammen, als er Amara so leiden sah. Tränen liefen ihr die Wangen hinab vor lauter Übelkeit.
Nach einigen qualvollen Minuten erholte sich Amara etwas. Sie lehnte den Rücken an Arlans breite Brust, noch außer Atem. „Schatz ... mir dreht sich so alles ..."
Ohne ein weiteres Wort wusch Arlan ihr Gesicht mit warmem Wasser, hob sie dann mit vorsichtiger, behutsamer Bewegung in der Brauttrageweise hoch und trug sie zurück zum Bett. Er legte sie nieder und dec…
Durst des Herrn
Kapitel 74: Schwanger
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